24.11.2025







Am diesjährigen Projekttag zum 9. November beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Oelsnitz auf vielfältige Weise mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dabei standen sowohl die Ereignisse des 9. November 1938 als auch der Mauerfall 1989 im Mittelpunkt – zwei historische Wendepunkte, die bis heute prägend für Deutschland sind.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 unternahmen eine Exkursion nach Mödlareuth. Das „geteilte Dorf“, dessen Geschichte und ehemalige Grenzanlagen im Deutsch-Deutschen Museum anschaulich dokumentiert werden, bot einen eindrucksvollen Zugang zum Thema der deutschen Teilung.
Vor Ort erhielten die Jugendlichen eine Führung durch das Außengelände sowie die Ausstellung und bekamen dadurch einen lebendigen Einblick in das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze.
Die neunten Klassen beschäftigten sich im Rahmen des Projekttags intensiv mit zwei historischen Schlüsselereignissen: der Reichspogromnacht am 9. November 1938 und dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989.
In verschiedenen Stationen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler zu Ursachen, Verläufen und Folgen beider Ereignisse. Plakatwende, Zeitzeugenberichte und Workshops unterstützten sie dabei, die Bedeutung des 9. November als „Schicksalstag der Deutschen“ zu verstehen.
Bereits im September hatten die 9. Klassen die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg besucht. Die Eindrücke dieses Besuchs flossen nun in die Projektarbeit ein. Die Auseinandersetzung mit der Reichspogromnacht erhielt dadurch eine besonders persönliche und emotionale Dimension, da viele Schülerinnen und Schüler die Themen Verfolgung, Entrechtung und Erinnerungskultur bereits zuvor vor Ort kennengelernt hatten.
Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Geschichte erfahrbar zu machen und junge Menschen für demokratische Werte, Zivilcourage und historische Verantwortung zu sensibilisieren.
Mit Exkursionen, Workshops und reflektierenden Gesprächen leistete die Oberschule Oelsnitz einen wertvollen Beitrag zur Erinnerungskultur – und machte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein zentraler Bestandteil schulischer Bildungsarbeit bleibt.
Die Geschichtslehrer